CBD-Verkauf in Europa: Länderspezifische Vorschriften für französische Exporteure
- von Gaëtan Boyer



Sie verkaufen Produkte mit Cannabidiol (CBD) und möchten neue Märkte außerhalb Frankreichs erschließen? Die Rechtslage innerhalb der Europäischen Union ist nicht einheitlich: Deshalb ist es unerlässlich, die nationalen Vorschriften jedes einzelnen Landes zu kennen. Ein Überblick über die unterschiedlichen Vorschriften in den einzelnen Staaten und unsere Tipps für den legalen Verkauf von CBD.
Ja! Nach Auffassung des Gerichtshofs der Europäischen Union darf kein Mitgliedstaat den Vertrieb von CBD verbieten, wenn es in einem anderen Mitgliedstaat legal hergestellt wurde. Da CBD kein Betäubungsmittel ist, kann es somit frei zwischen den Mitgliedstaaten gehandelt werden.
Zwar kann der Verkauf von CBD als Substanz innerhalb der EU nicht verboten werden, doch hat jedes Land das Recht, dessen Verwendung oder Konsum zu regeln oder einzuschränken. Dies ist beispielsweise in Litauen der Fall: Während CBD als Substanz nicht verboten ist, dürfen bestimmte Formen nicht verkauft werden. Dazu gehören Produkte zum Einnehmen wie Öle und Kapseln.
Innerhalb Europas kann ein Produkt, das in einem Land legal ist, in einem anderen Land illegal sein.
| Gesetzlicher THC-Grenzwert | Zusammenfassung | |
| Frankreich | 0,3 % | Das CBD muss aus auf europäischer Ebene zugelassenen Hanfsorten stammen. |
| Schweiz | 1 % | Blüten, Harze, Öle, CBD-Vape, Kosmetika … Es kann eine breite Produktpalette vermarktet werden. |
| Deutschland | 0,2 % | Blüten und „rohe“ Produkte stoßen im deutschen Recht nach wie vor auf Skepsis, selbst wenn sie einen legalen THC-Gehalt aufweisen. Ihr Verkauf kann kontrolliert werden, wobei häufig der Grenzwert von 0,3 % herangezogen wird. Bei verarbeiteten Produkten (Öle, Kapseln, Bonbons…) liegt dieser Wert bei 0,2 %. |
| Italien | 0,6% | Italien versucht derzeit, den Verkauf von CBD zu verbieten, und die Europäische Kommission wurde damit befasst. Derzeit ist die Rechtslage noch sehr ungewiss. |
| Vereinigtes Königreich | Die Produkte dürfen unabhängig von ihrer Konzentration weniger als 1 mg THC pro Endprodukt enthalten. Blüten sind verboten. | Strenge Kennzeichnungsvorschriften Alle CBD-Produkte, die zum Verzehr bestimmt sind, müssen bei der FSA (Food Standards Agency) registriert werden |
| Spanien | 0,3 % zulässig, 0,2 % im Laden oft üblich. | Der Verkauf von Kosmetika oder topischen Produkten mit CBD ist zulässig. Die orale Einnahme ist verboten, es sei denn, sie ist als Nahrungsergänzungsmittel zugelassen. |
| Niederlande | 0,05% | Da dieser Grenzwert sehr streng ist, müssen Verkäufer darauf achten. Ein in Frankreich zugelassenes CBD-Öl (0,3 %) entspricht nicht den niederländischen Rechtsvorschriften. |
| Portugal | 0,2% | Man kann CBD sogar mit einem Rezept in der Apotheke kaufen. |
| Belgien | 0,2% | Es ist verboten, CBD zu rauchen oder CBD-Tees zu trinken, auch wenn diese den gesetzlichen THC-Grenzwert einhalten. CBD-Öle, -Kapseln und -Kosmetika sind hingegen erlaubt. |
Für CBD-Anbieter, die ihre Produkte in Europa vertreiben möchten, sind mehrere Punkte zu beachten:
· Das Analysezertifikat vorlegen
Um den lokalen Behörden die Konformität Ihrer CBD-Produkte nachzuweisen, müssen Sie ein Analysezertifikat (COA) vorlegen. Dieses wird von einem unabhängigen Drittlabor ausgestellt. Bei Tithan, Ihrem vertrauenswürdigen CBD-Großhändler, garantieren wir Produkte, die in den meisten EU-Ländern zu 100 % legal sind. Um Ihnen Ärger bei Kontrollen zu ersparen, stellen wir für alle unsere Chargen aktuelle Zertifikate zur Verfügung, die die genauen THC- und CBD-Werte enthalten.
· Keine falschen gesundheitsbezogenen Angaben machen
CBD-Produkte dürfen nicht als Arzneimittel verkauft werden oder Heilwirkungen versprechen. Hier ist Vorsicht geboten: Verwenden Sie in Ihren Marketingmaterialien vorzugsweise Formulierungen wie „fördert die Entspannung“ oder „trägt zur Steigerung des Wohlbefindens bei“. CBD dient als ergänzende Unterstützung, nicht als Heilmittel.
· Die Beschriftung überarbeiten
Ein einwandfreies Etikett, das alle erforderlichen Informationen enthält, minimiert Verzögerungen beim Zoll. Genaue Produktbezeichnung, CBD-/THC-Gehalt, Anwendungshinweise, Sicherheitshinweise … Alles muss angegeben sein. Legen Sie außerdem ein Konformitätsdossier bereit, das das Analysezertifikat sowie das Produktdatenblatt und die Rechnung des Lieferanten/Großhändlers enthält.
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